BIPP



Öffentliche Veranstaltungen am BIPP



Das Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse (BIPP) lädt herzlich zu folgenden Veranstaltungen - sofern nicht anders ausgewiesen ist keine Anmeldung erforderlich:




Donnerstag, 15.08.2019, 20:15 Uhr

Informationsveranstaltung für alle Interessenten an einer Ausbildung am BIPP
Liebe Interessenten an der Aus- und Weiterbildung am BIPP,
der Vorstand des BIPP lädt am 15. August zur Informationsveranstaltungen über die Aus- und Weiterbildung für Ärzte und Diplom-Psychologen in das BIPP, Pariser Str. 44, 10707 Berlin ein.

Sonntag, 22.09.2019, 11:00 Uhr

Prof. Dr. Joachim Küchenhoff
"Die Suche nach dem guten Leben und die Krankheit"

Gegenstand meiner Überlegungen ist das „gute Leben“. Die Philosophie fragt nach seinen Bedingungen. Dabei sind Fähigkeiten im Umgang mit sich selbst wie die Selbstvergewisserung im Rückgriff auf die Lebensgeschichte, die Rücksichtnahme auf eigene Wünsche und Ängste in der Gegenwart und das Vertrauen auf die Möglichkeiten von Selbstverwirklichung in der Zukunft wichtig. Ein gutes Leben verwirklicht sich nicht allein, sondern nur durch und mit Anderen. Psychotherapie leitet es nicht an, aber hilft, es zu suchen und Hindernisse auf dem Weg zu ihm zu verstehen und zu beseitigen. Krankheit kann ein gutes Leben verhindern oder zerstören, aber auch dazu beitragen, intensiver auf die Suche nach dem guten Leben zu gehen.
Moderation: Dr. Renate Sannwald
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.


Freitag, 25.10.2019, 20:00 Uhr

Navid Navid & Bernd Heimerl
"... aus dem Inneren der Sprache: Ein literarischer Abend gegen Rassismus"

James Baldwin (1924-1987) und May Ayim (1960-1996): Stimmen zweier Generationen. Politisch und poetisch; individuell und grundlegend. Der Schriftsteller Baldwin schreibt 1963: „Wie ich Euch nenne, sagt nichts über Euch aus – wie ich Euch nenne, sagt aber alles über mich.“ Und die Dichterin Ayim notiert: „Ich werde trotzdem afrikanisch sein auch wenn ihr mich gerne deutsch haben wollt und werde trotzdem deutsch sein auch wenn euch meine Schwärze nicht passt.“
Navid ist ein nationaler und internationaler Schauspieler. Er war in Filmen wie Fremde Haut (2005) oder 45 Minuten bis Ramallah (2013) zu sehen und wird aus den Werken Baldwins und Ayims lesen.
Moderation: Bernd Heimerl (in Kooperation der AG Migration der DPG)
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.


Freitag 17.01.2020, 20:00 Uhr

Dr. Christian Pross
"Anti-Psychiatrie und 68er Bewegung:
Die Geschichte des Sozialistischen Patientenkollektivs Heidelberg (SPK)"

Das SPK entstand aus dem Protest von Patienten gegen die Entlassung ihres Arztes aus der Psychiatrischen Poliklinik der Universität. Es bezeichnete sich als »erste Patientenselbstorganisation der Welt«, und sah die einzig konsequente Bekämpfung der Krankheit in der »Abschaffung der privatwirtschaftlichen, patriarchalischen Gesellschaft«. Der Konflikt zwischen dem SPK und seinen Gegnern gipfelte Ende Juni 1971 in Verhaftungen und Gang einiger in den Untergrund.
Das Buch von Pross hebt sich bewusst ab von der Sensationshascherei "SPK = RAF" und behandelt das SPK als komplexes Phänomen der Psychiatriegeschichte und der 68er-Bewegung.
Moderation: Maria Dauber
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.


Freitag, 14.02.2020, 20:00 Uhr

Gertrud Citron, Carola Erhard, Bernd Heimerl, Ángeles Llorca Díaz
"Shame (Steve McQueen, 2011)– männliche Promiskuität oder der moderne Satyr"
Kunst und Sex sind Tabus von gestern. Schamloser denn je. Auch im Film. Als Satyriasis, später Donjuanismus wurde in der Medizin und Psychologie ein krankhaft gesteigerter männlicher Geschlechtstrieb bezeichnet. Es handelt sich beim Begriff der Satyriasis um das männliche Gegenstück zum ebenfalls nicht mehr klinisch angewandten Begriff der Nymphomanie oder „Mannstollheit“ der Frau.
Befreiung und/oder Sucht innerhalb einer hegemonialen Männlichkeitskonstruktion im 21. Jhd.? Bei Männern wird der sexuelle Donjuanismus allerdings weniger sozial geächtet oder pathologisiert als bei der Frau. Der Mann, der erobert, ist und bleibt ein Held!?
Lassen Sie uns diesen Ansatz im Film „Shame“ von Steve McQueen (2011) nachgehen und was hat dies alles mit Shame: Scham, Schande, Schmach und Unwürdigkeit zu tun?
Ein Projekt der AG Film und Psychoanalyse.
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.



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