BIPP



Öffentliche Veranstaltungen am BIPP



Das Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse (BIPP) lädt herzlich zu folgenden Veranstaltungen - sofern nicht anders ausgewiesen ist keine Anmeldung erforderlich:





Freitag, 22. März 2019 um 20:15 Uhr

M. Fakhry Davids
"Innerer Rassismus"
F. Davids Theorie zum internal racism postuliert ein unbewusstes rassistisches Abwehrsystem in Verbindung zu frühen Verfolgungsängsten. Er beschreibt Internalisierungsprozesse rassistischer Inhalte und die Entstehung rassistischer Einstellungen in Abhängigkeit individueller und kultureller Dynamiken. Überlegungen zur Entstehung und der Auswirkung des internal racism im institutionellen Rassismus spielen neben den behandlungstechnischen psychoanalytischen Implikationen eine wesentliche Rolle in seiner Theorie.
Der Vortrag ist in englischer Sprache, der Vortragstext wird in deutscher Übersetzung vorliegen.
Ein Projekt der DPG-AG am BIPP.
Moderation: Bernd Heimerl
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.


Dienstag, 23. April 2019 um 20:00 Uhr

Vorlesungsreihe "Psychoanalytische Kulturwissenschaft"
in Kooperation mit dem kulturwissenschaftlichen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin und dem ICI Berlin Institute for Cultural Inquiry.
Veranstaltungsort: ICI Berlin, Christinenstraße 18-19, Haus 8, 10119 Berlin

Dr. Marie Kolkenbrock:
»Dr Freud meets Dr Schnitzler: A Case Study of the Ambivalent Intersections of Psychoanalysis and Literature«
Arthur Schnitzler (1862-1931) was one of the most central figures of Viennese modernism, living and working in the Habsburg metropolis at the same time as Sigmund Freud (1856-1939). The talk will introduce the audience to the productive, but also extremely ambivalent intellectual and personal relationship between Freud and this literary writer. In a famous letter to Schnitzler, Freud admitted to the so-called ‘doppelganger anxiety’ he felt towards the other man. And indeed, we find in Freud’s texts several references to Schnitzler’s work. A medical doctor himself, Schnitzler remained skeptical about some of the key assumptions of psychoanalysis. However, his writings have been read as literary case studies that subtly illuminate the complex pitfalls of human relationships. Taking our cue from this particular relationship, we will explore the intersections between literature and psychoanalysis more broadly and and we will discuss whether literature can become a source of psychoanalytic insight or vice versa.
Marie Kolkenbrock is a Research Associate and Affiliated Lecturer at the German and Dutch Section of the University of Cambridge and at the Ludwig Boltzmann Institute for History and Theory of Biography in Vienna. She holds a PhD from the University of Cambridge (2014), as well as a BA and MA from the Freie Universität Berlin (2004 and 2008 respectively). Her monograph Stereotype and Destiny in Arthur Schnitzler’s Prose: Five Psycho-Sociological Readings was published with Bloomsbury in 2018. She also was the lead curator of the exhibition ›Ein gelernter Österreicher‹: Arthur Schnitzler und der Erste Weltkrieg at the Grillparzerhaus of the Austrian National State Archive in Vienna (10. March – 12 June 2018). For more information and a full publication list see the University of Cambridge website: https://www.mml.cam.ac.uk/mek32
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei

Freitag, 03. Mai 2019 um 20:00 Uhr

Sebastian Krutzenbichler
"Die Übertragungsliebe – der Vogel, den sein Nest beschmutzt"
Der Vortrag beschäftigt sich mit der wechselvollen Geschichte der Übertragungsliebe, in der libidophobe, freud-lose Fraktionen von Psychoanalytikern der Übertragungsliebe den Schwefelgeruch des Leibhaftigen anheften und sich hierbei einer Sprache bedienen, die einem Skeuomorphismus des Schädlichen, Gefährlichen, des Bedrohlichen und Unheimlichen gleichkommt.
Die Übertragungsliebe wird befragt werden, wie ES sein konnte und kann, als Urform der Übertragung, als das Kostbarste, das jeder psychoanalytischen Behandlung innewohnt, einer erstarrten Ambiguitätsintoleranz ausgesetzt zu sein, in der in ihrer Neutralität zum Neutrum gewordene schafsgesichtige Blechaffen sie auf dem Scheiterhaufen einer triebgereinigten Psychoanalyse als Hexe verbrennen wollen.
Moderation: Rüdiger Eschmann
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.


Dienstag, 14. Mai 2019 um 20:00 Uhr

Vorlesungsreihe "Psychoanalytische Kulturwissenschaft"
in Kooperation mit dem kulturwissenschaftlichen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin und dem ICI Berlin Institute for Cultural Inquiry.
Veranstaltungsort: ICI Berlin, Christinenstraße 18-19, Haus 8, 10119 Berlin

Dr. Laurence Rickels:
"Critique of Fantasy: Between a Crypt and a Date Mark"
With George Lucas’s Star Wars, we entered the Heimat of blockbusters, which lies in the borderlands of the fantasy and science fiction genres folding out of and staggering a contest that J. R. R. Tolkien inaugurated in the 1930s around his introduction of a new or renewed genre. The critique addresses the genre or style as well as the faculty, the wayward kin of the imagination, which philosophy and psychoanalysis applied to ethics and poetics, respectively.
Science fiction failed to predict the digital relation, but fantasy did not so much succeed in its anticipations as draw benefit from the basic resemblance of fantasying to the new relation’s special effects. If the fantasy that is true is no longer the Gospel (which was Tolkien’s grounding definition) but instead digitization, then fantasy indeed verges on the dread prospect that modern philosophical ethics ever sought to contain: the deregulation of wish or will. According to Freud in “The Poet and Fantasying,” the constitutive fantasy arc in every daydream, which takes off from an idealized past and jump cuts to the future of wish fulfillment and circumvents the present, is a bridge that will fall down. Its defective cornerstone is the Zeitmarke or date mark that indelibly stamps the present moment that triggered the fantasying that denies it. By its date mark, a fantasy is historicization waiting to happen, the mortal recoil of its flight.
Walter Benjamin’s derivation of modern allegory from the shortfall of Christianity’s purchase on the future can be seen to apply to the failure of science fiction’s predictive service, which commits the genre to read in the ruins of its forecasts. By its right or wrong extrapolations science fiction indwells the present between a crypt and a date mark, the span of allegorical legibility it visits upon fantasy’s once and future realm. In this presentation, I will focus on the instance of crypt transmission across the borderlands of fantasy and science fiction binding The Tempest to The Picture of Dorian Gray.
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei

Freitag, 17. Mai 2019 um 20:15 Uhr

Bernd Heimerl
"Queer Theory und die psychoanalytische Praxis"
Die queer theory und die queer studies nehmen seit langem Einfluss auf die zeitgenössische psychoanalytische Praxis und die psychoanalytische Theoriebildung. Dies vor allem in der Kritik an dem Begriff der Normativität. In meinem Vortrag rücken M. Foucault mit seinem Konzept von Sexualität und J. Butler mit ihrem Konzept von Gender in den Fokus. Nach einer allgemeinen Einführung in die queer theory versuche ich die Begriffe Heteronormativität, gender performativity, doing gender und gender trouble in die psychoanalytische Konflikttheorie einzubauen und die Implikationen für die zeitgenössische psychoanalytische Behandlungspraxis in Übertragung und Gegenübertragung.
Moderation: Kristina Brenner
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.


Sonntag, 02. Juni 2018 um 11:00 Uhr

Jenny Kellner
"Souveränität und Psychoanalyse. Eine subversive Passage mit Georges Bataille"
Das eigentümliche Souveränitätskonzept Batailles, des leidenschaftlichen Nietzscheaners und Freundes Jacques Lacans, konfrontiert die Psychoanalyse mit ihrem eigenen Unbewussten. Wenn Psychoanalyse und Bataillesche Souveränität in die Spannung eines ebenso kritischen wie affirmativen Verhältnisses versetzt werden, kann ein spezifisches der Psychoanalyse eignendes subversives Potential freigelegt werden.
Moderation: Julia Heinrich
Kostenfrei.


Freitag, 14. Juni 2019 um 20:00 Uhr

Gertrud Citron, Carola Erhard,
Bernd Heimerl, Ángeles Llorca Díaz
"Die Rückkehr" (Andrej Swjaginzew, Russland 2003)
"Mein ganzes Leben lang war mein Vater für mich nur ein Foto auf dem Dachboden. Ein Traum der verschwunden war. Er hat uns verlassen. Vor 12 Jahren."
Die Brüder Iwan und Andrej leben mit ihrer Mutter allein in einer russischen Stadt. Nach vielen Jahren der Abwesenheit taucht der Vater unerwartet wieder auf und nimmt die Söhne mit auf eine aufwühlende, verstörende und tragische Reise. Die Reise beginnt an einem Sonntag und endet am darauf folgenden Samstag.
Die Rückkehr ist ein zutiefst bewegender, archaisch und mystisch erzählter Film über die Begegnung zweier Brüder mit deren Vater.
Ein Projekt der AG Film und Psychoanalyse.
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.


Sonntag, 23. Juni 2019 um 11:00 Uhr

Christian Maier
"Zur Bedeutung des Wohlwollens in der psychoanalytischen Ausbildung"
Der Vortrag befasst sich mit der Bedeutung von Kontrolle und Wohlwollen in der Ausbildung des späteren Analytikers. Es wird auf einige Probleme in der therapeutischen Haltung und nicht zuletzt in der Technik der analytischen Praxis eingegangen, die bevorzugt auftreten, wenn die Kontrolle emotionaler Bewegungen Vorrang gegenüber einer wohlwollenden Begleitung gewinnt.
Moderation: Tobias Pagel
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.


Donnerstag, NN, 20:15 Uhr

Informationsveranstaltung für alle Interessenten an einer Ausbildung am BIPP
Liebe Interessenten an der Aus- und Weiterbildung am BIPP,
der Vorstand des BIPP lädt regelmäßig zu Informationsveranstaltungen über die Aus- und Weiterbildung für Ärzte und Diplom-Psychologen in das BIPP, Pariser Str. 44, 10707 Berlin ein. Der nächste Termin wird an dieser Stelle bekannt gegeben.










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