BIPP



Öffentliche Veranstaltungen am BIPP



Das Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse (BIPP) lädt herzlich zu folgenden Veranstaltungen - sofern nicht anders ausgewiesen ist keine Anmeldung erforderlich:



Donnerstag, 17. Januar 2019, 20:15 Uhr

Informationsveranstaltung für alle Interessenten an einer Ausbildung am BIPP
Liebe Interessenten an der Aus- und Weiterbildung am BIPP,
der Vorstand des BIPP lädt regelmäßig zu Informationsveranstaltungen über die Aus- und Weiterbildung für Ärzte und Diplom-Psychologen in das BIPP, Pariser Str. 44, 10707 Berlin ein. Der nächste Termin findet am Donnerstag, den 17 Januar 2019 statt.

Sonntag, 27. Januar 2019, 11:00 Uhr

Rüdiger Eschmann
Die Sehnsucht nach Heimat
Fremdheit bedroht das Lebensgefühl vieler Menschen. Als vermeintliches Heilmittel taucht der lange verpönte Begriff der „Heimat“ wieder auf. Wir haben nun auch ein „Heimatministerium“, der „Heimatschutz“ an den Außengrenzen liegt im europäischen Stimmungstrend. Was ist das für eine Sehnsucht nach Heimat, die es immer gab und die doch immer wieder in Barbarei umgeschlagen ist? Die Gefährlichkeit, aber auch die Berechtigung von Heimatsehnsucht entstammen einer Dynamik des Unbewussten, die aktuell mit gesellschaftlichen und politischen Trends interagiert.
Moderation: Günter Gödde
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei


Dienstag, 29. Januar 2019, 20:00 Uhr

Vorlesungsreihe "Psychoanalytische Kulturwissenschaft"
in Kooperation mit dem kulturwissenschaftlichen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin und dem ICI Berlin Institute for Cultural Inquiry.
Veranstaltungsort: ICI Berlin, Christinenstraße 18-19, Haus 8, 10119 Berlin

Prof. Dr. Christoph Türcke:
»Die Illusion des Postheorismus«
Solange zur Ich-Bildung die Identifikation mit Größerem, Höherem, Gewünschten gehört, verschwinden aus dem seelischen Haushalt auch die Helden nicht. Sie werden nur nicht mehr so genannt. Kinder und Jugendliche kommen um Helden nie ganz herum. Die Identifikation mit ihnen ist durchzumachen wie eine Kinderkrankheit.
Christoph Türcke ist Prof. em. für Philosophie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst, Leipzig. Grenzübertreter zwischen Gesellschaftstheorie, Psychoanalyse und Theologie. Hauptwerke: Erregte Gesellschaft.
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei

Sonntag, 24. Februar 2019, 11:00 Uhr

Renate Sannwald
„Dein Ort ist wo Augen dich ansehen – Wo sich die Augen treffen entstehst du.“ Reflexionen zu Paulina Kernbergs Konzept der Arbeit mit dem Spiegelbild
In ihren letzten zehn Lebensjahren hat Paulina Kernberg sich mit dem Einsatz des Spiegels in der Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen beschäftigt. Für sie werden in der Betrachtung des eigenen Spiegelbildes nicht nur Oberflächenwahrnehmungen ausgelöst, sondern auch Tiefenwahrnehmungen, die ihren Ursprung im subjektiven Erleben des Klienten haben. Der Blick in den Spiegel aktiviert das reflektierende Selbst, eine Identifizierung mit einer internalisierten beobachtenden Elternfigur; im Umgang mit dem eigenen Spiegelbild zeigt sich die Qualität der frühen Objektbeziehungen. Aber der Blick in den Spiegel kann auch das Selbstwertgefühl stärken und das Ich-Ideal bestätigen. Nach einer theoretischen Einführung in Paulina Kernbergs Konzepte der Arbeit mit dem Spiegelbild werden wir uns mit therapeutischen Aspekten dieser Arbeit befassen, darunter auch therapeutischen Imaginationen zum Thema »Spiegel« und »Spiegelbild«.
Moderation: Maria Dauber
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.


Dienstag, 26. Februar 2019, 20:00 Uhr

Vorlesungsreihe "Psychoanalytische Kulturwissenschaft"
in Kooperation mit dem kulturwissenschaftlichen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin und dem ICI Berlin Institute for Cultural Inquiry.
Veranstaltungsort: ICI Berlin, Christinenstraße 18-19, Haus 8, 10119 Berlin

Dr. Jule Govrin:
»Die leise Arbeit des Todestriebs. Eine kleine Theoriegeschichte des Begehrens von 1968 bis zur Queer Theory«
Im 1927 erschienen Anti-Ödipus denken Gilles Deleuze und Guattari Begehren als nomadisch mäandernde, transformative Kraft. Dieses Manifest der ›Philosophie des Begehrens‹ inspiriert Guy Hocqenghem. Vordenker der Queer Theory, der diese Idee aufgreift und das nomadische Verlangen in glamourösem, kriminellen Milieus beschreibt, die sich bürgerlichen Lebensläufen verwehren. Dieser queertheoretische Strang des Anti-Sozialen wird wiederum von Leo Bersani, Lee Edelman und Teresa de Lauretis weitergesponnen, die Thanatos als transformative Kraft lesen. Während Deleuze und Guattari den Todestrieb als reaktionär ablehnen, mäandert ihr Begehrenskonzeot theoriegeschichtlich und versöhnt sich dergestalt mit thanatolgischen Arbeitsweisen.
Jule Govrin ist Philosophin, hat über das Verhältnis von Begehren und Ökonomie promoviert und forscht an der Schnittstelle von Politischer Theorie, Sozialphilosophie und Ästhetik, aktuell zu dem Topos der Authentizität in der politischen Ideengeschichte der Moderne und Spätmoderne. Sie ist Autorin von »Sex, Gott und Kapital. Houellebecqs Unterwerfung zwischen neoreaktionärer Rhetorik und postsäkularen Politiken« und ist neben ihrer akademischen Arbeit journalistisch tätig wie bei ZEIT Online.
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei

Dienstag, 23. April 2019 um 20:00 Uhr

Vorlesungsreihe "Psychoanalytische Kulturwissenschaft"
in Kooperation mit dem kulturwissenschaftlichen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin und dem ICI Berlin Institute for Cultural Inquiry.
Veranstaltungsort: ICI Berlin, Christinenstraße 18-19, Haus 8, 10119 Berlin

Dr. Marie Kolkenbrock:
»Dr Freud meets Dr Schnitzler: A Case Study of the Ambivalent Intersections of Psychoanalysis and Literature«
Arthur Schnitzler (1862-1931) was one of the most central figures of Viennese modernism, living and working in the Habsburg metropolis at the same time as Sigmund Freud (1856-1939). The talk will introduce the audience to the productive, but also extremely ambivalent intellectual and personal relationship between Freud and this literary writer. In a famous letter to Schnitzler, Freud admitted to the so-called ‘doppelganger anxiety’ he felt towards the other man. And indeed, we find in Freud’s texts several references to Schnitzler’s work. A medical doctor himself, Schnitzler remained skeptical about some of the key assumptions of psychoanalysis. However, his writings have been read as literary case studies that subtly illuminate the complex pitfalls of human relationships. Taking our cue from this particular relationship, we will explore the intersections between literature and psychoanalysis more broadly and and we will discuss whether literature can become a source of psychoanalytic insight or vice versa.
Marie Kolkenbrock is a Research Associate and Affiliated Lecturer at the German and Dutch Section of the University of Cambridge and at the Ludwig Boltzmann Institute for History and Theory of Biography in Vienna. She holds a PhD from the University of Cambridge (2014), as well as a BA and MA from the Freie Universität Berlin (2004 and 2008 respectively). Her monograph Stereotype and Destiny in Arthur Schnitzler’s Prose: Five Psycho-Sociological Readings was published with Bloomsbury in 2018. She also was the lead curator of the exhibition ›Ein gelernter Österreicher‹: Arthur Schnitzler und der Erste Weltkrieg at the Grillparzerhaus of the Austrian National State Archive in Vienna (10. March – 12 June 2018). For more information and a full publication list see the University of Cambridge website: https://www.mml.cam.ac.uk/mek32
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei

Dienstag, 14. Mai 2019 um 20:00 Uhr

Vorlesungsreihe "Psychoanalytische Kulturwissenschaft"
in Kooperation mit dem kulturwissenschaftlichen Institut der Humboldt-Universität zu Berlin und dem ICI Berlin Institute for Cultural Inquiry.
Veranstaltungsort: ICI Berlin, Christinenstraße 18-19, Haus 8, 10119 Berlin

Dr. Laurence Rickels:
»Critique of Fantasy: Between a Crypt and a Date Mark«
With George Lucas’s Star Wars, we entered the Heimat of blockbusters, which lies in the borderlands of the fantasy and science fiction genres folding out of and staggering a contest that J. R. R. Tolkien inaugurated in the 1930s around his introduction of a new or renewed genre. The critique addresses the genre or style as well as the faculty, the wayward kin of the imagination, which philosophy and psychoanalysis applied to ethics and poetics, respectively.
Science fiction failed to predict the digital relation, but fantasy did not so much succeed in its anticipations as draw benefit from the basic resemblance of fantasying to the new relation’s special effects. If the fantasy that is true is no longer the Gospel (which was Tolkien’s grounding definition) but instead digitization, then fantasy indeed verges on the dread prospect that modern philosophical ethics ever sought to contain: the deregulation of wish or will. According to Freud in “The Poet and Fantasying,” the constitutive fantasy arc in every daydream, which takes off from an idealized past and jump cuts to the future of wish fulfillment and circumvents the present, is a bridge that will fall down. Its defective cornerstone is the Zeitmarke or date mark that indelibly stamps the present moment that triggered the fantasying that denies it. By its date mark, a fantasy is historicization waiting to happen, the mortal recoil of its flight.
Walter Benjamin’s derivation of modern allegory from the shortfall of Christianity’s purchase on the future can be seen to apply to the failure of science fiction’s predictive service, which commits the genre to read in the ruins of its forecasts. By its right or wrong extrapolations science fiction indwells the present between a crypt and a date mark, the span of allegorical legibility it visits upon fantasy’s once and future realm. In this presentation, I will focus on the instance of crypt transmission across the borderlands of fantasy and science fiction binding The Tempest to The Picture of Dorian Gray.
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei









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