BIPP



Öffentliche Veranstaltungen am BIPP



Das Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse (BIPP) lädt herzlich zu folgenden Veranstaltungen - sofern nicht anders ausgewiesen ist keine Anmeldung erforderlich:





Dienstag, 14. Januar 2020, 20:00 Uhr

Ilka Quindeau
Nachträglichkeit: Freuds brisante Erinnerungstheorie (D)
Eine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe Psychoanalytische Kulturwissenschaft in Kooperation des BIPP, des kulturwissenschaftlichen Instituts der Humboldt-Universität zu Berlin, der International Psychoanalytic University (IPU) und des ICI Berlin, organisiert von Wilhelm Brüggen (BIPP), Monika Englisch (BIPP) und Andreas Gehrlach (HU Berlin)
Ilka Quindeau greift das Konzept der Deckerinnerung auf und entfaltet anhand der Metaphern von Spur und Umschrift eine psychoanalytische Gedächtniskonzeption, bei der dem Konzept der Nachträglichkeit zentrale Bedeutung zukommt.
Ilka Quindeau hat Psychologie und Soziologie studiert, arbeitet als Psychoanalytikerin und Lehranalytikerin (DPV/IPV) in eigener Praxis und als Präsidentin an der International Psychoanalytic University in Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Geschlechter-, Biographie- und Traumaforschung; Genealogie der Sexualität und Folgen des Nationalsozialismus. Monographien: Spur und Umschrift – Die konstitutive Bedeutung von Erinnerung für die Psychoanalyse(2004); Verführung und Begehren – die psychoanalytische Sexualtheorie nach Freud(2008) und Sexualität(2014).
Veranstaltungsort: ICI Berlin, Christinenstraße 18-19, 10119 Berlin

Freitag 17. Januar 2020, 20:00 Uhr

Dr. Christian Pross
"Anti-Psychiatrie und 68er Bewegung:
Die Geschichte des Sozialistischen Patientenkollektivs Heidelberg (SPK)"

Das SPK entstand aus dem Protest von Patienten gegen die Entlassung ihres Arztes aus der Psychiatrischen Poliklinik der Universität. Es bezeichnete sich als "erste Patientenselbstorganisation der Welt", und sah die einzig konsequente Bekämpfung der Krankheit in der "Abschaffung der privatwirtschaftlichen, patriarchalischen Gesellschaft". Der Konflikt zwischen dem SPK und seinen Gegnern gipfelte Ende Juni 1971 in Verhaftungen und Gang einiger in den Untergrund.
Das Buch von Pross hebt sich bewusst ab von der Sensationshascherei "SPK = RAF" und behandelt das SPK als komplexes Phänomen der Psychiatriegeschichte und der 68er-Bewegung.
Moderation: Maria Dauber
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.


Donnerstag, 23. Januar 2020, 20:15 Uhr

Informationsveranstaltung für alle Interessenten an einer Ausbildung am BIPP
Liebe Interessenten an der Aus- und Weiterbildung am BIPP,
der Vorstand des BIPP lädt regelmäßig zur Informationsveranstaltungen über die Aus- und Weiterbildung für Ärzte und Diplom-Psychologen in das BIPP, Pariser Str. 44, 10707 Berlin ein. Unsere nächste Informationsveranstaltung findet am Donnerstag, den 23. Januar 2020 um 20:15 Uhr im unserem Institut statt.

Dienstag, 11. Februar 2020, 20:00 Uhr

Christina von Braun
Psychoanalyse trifft auf Geschichte: Antisemitismus (D)
Eine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe Psychoanalytische Kulturwissenschaft in Kooperation des BIPP, des kulturwissenschaftlichen Instituts der Humboldt-Universität zu Berlin, der International Psychoanalytic University (IPU) und des ICI Berlin, organisiert von Wilhelm Brüggen (BIPP), Monika Englisch (BIPP) und Andreas Gehrlach (HU Berlin)
In dem Vortrag wird die Frage des Antisemitismus aus der Perspektive der Psycho-Geschichte gestellt. Die Darstellung greift einerseits historische Beispiele auf, zeigt andererseits aber auch die Parallelen zu aktuellen Entwicklungen. Es werden psychische und politische Dimensionen einer ‘Hasskultur’ umrissen, und es wird nach den Bedingungen gefragt, unter denen diese entstehen kann.
Prof. Dr. phil. Christina von Braun ist Kulturtheoretikerin, Autorin, Filmemacherin und Professorin für Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie hat über 50 Filmdokumentationen sowie zahlreiche Bücher und Aufsätze zur Ideen-, Mentalitäts- und Geschlechtergeschichte veröffentlicht. In 1996 war sie Mitgründerin und danach langjährige Leiterin des Studiengangs Gender Studies an der HU; in 2012 Gründungsleiterin des Selma-Stern-Zentrums für Jüdische Studien Berlin-Brandenburg. Zuletzt erschienen ist Blutsbande. Verwandtschaft als Kulturgeschichte, Berlin 2018.
Veranstaltungsort: ICI Berlin, Christinenstraße 18-19, 10119 Berlin

Freitag, 14. Februar 2020, 20:00 Uhr

Gertrud Citron, Carola Erhard, Dr. Bernd Heimerl, Dr. Ángeles Llorca Díaz
"Shame (Steve McQueen, 2011)– männliche Promiskuität oder der moderne Satyr"
Kunst und Sex sind Tabus von gestern. Schamloser denn je. Auch im Film. Als Satyriasis, später Donjuanismus wurde in der Medizin und Psychologie ein krankhaft gesteigerter männlicher Geschlechtstrieb bezeichnet. Es handelt sich beim Begriff der Satyriasis um das männliche Gegenstück zum ebenfalls nicht mehr klinisch angewandten Begriff der Nymphomanie oder "Mannstollheit" der Frau.
Befreiung und/oder Sucht innerhalb einer hegemonialen Männlichkeitskonstruktion im 21. Jhd.? Bei Männern wird der sexuelle Donjuanismus allerdings weniger sozial geächtet oder pathologisiert als bei der Frau. Der Mann, der erobert, ist und bleibt ein Held!?
Lassen Sie uns diesen Ansatz im Film "Shame" von Steve McQueen (2011) nachgehen und was hat dies alles mit Shame: Scham, Schande, Schmach und Unwürdigkeit zu tun?
Ein Projekt der AG Film und Psychoanalyse.
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.


Dienstag, 10. März 2020, 20:00 Uhr

Nadine Hartmann
Hashtag Confessions: What Can Psychoanalysis Say About #Me-Too? (E)
Eine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe Psychoanalytische Kulturwissenschaft in Kooperation des BIPP, des kulturwissenschaftlichen Instituts der Humboldt-Universität zu Berlin, der International Psychoanalytic University (IPU) und des ICI Berlin, organisiert von Wilhelm Brüggen (BIPP), Monika Englisch (BIPP) und Andreas Gehrlach (HU Berlin)
Public feminism today travels by way of a technological update of collective speech acts of avowal and confession understood as already constituting political action — a practice familiar from 1970s feminism. And correspondingly, critiques of #MeToo have added little to the anti-feminist reactions of the 1970s. The talk argues that current activism warrants another look at two theoretical positions from the 1970s that related truth, speech, and sexuality — and were radically at odds with one another: Foucault famously denounced modern-day compulsory self-revelation as being premised on the dubious discursive linking of truth and sexuality and saw in psychoanalysis an agent of this confessional coercion. For Lacan, on the other side, the speaking subject is constituted by an unbridgeable gap between desire, knowledge, and truth, and hence, while the act of speaking may produce knowledge, it can never close the rift between knowledge and truth constitutive for the desiring subject. What is the constellation of sexuality, speech, and truth in feminist collective, mediated practices? What are the implications of ‘speaking up’ today? Can a reflection on the valences of recent confessional practices help force psychoanalysis to reposition itself in light of current feminist critiques?
Nadine Hartmann is a cultural theorist working in the field of psychoanalysis and feminist philosophy. She wrote her dissertation about philosophy and the girl, with an emphasis on Georges Bataille and Luce Irigaray. She is co-convenor of the feminist event series ‘Spellbound’, which examines phenomena of collective mental contagion and mass hysteria.
Veranstaltungsort: ICI Berlin, Christinenstraße 18-19, 10119 Berlin

Freitag, 20. März 2020, 20:15 Uhr

Peter Theiss-Abendroth
Die traumatische Psychose – eine historische Perspektive
Die Annahme, seelische Erschütterungen von traumatischer Qualität könnten kausal zur Entstehung psychotischer Störungen beitragen, trifft im gegenwärtigen psychopathologischen Diskurs wieder auf verstärkte Resonanz. Dabei wurde diese Hypothese jahrzehntelang als unwissenschaftlich zurückgewiesen. Aus historischer Perspektive ist dies ein bemerkenswerter Befund, zumal eine derartige kausale Verknüpfung intuitiv plausibel erscheint, sich in klassischen literarischen Zeugnissen wiederfindet und auch vom frühen Freud für selbstverständlich angenommen wurde.
In diesem Vortrag werden vorläufige Ergebnisse eines wissenschaftshistorischen Projekts vorgestellt, das der Geschichte der traumatischen Psychose in Psychoanalyse und Psychopathologie nachgeht, ihrer „Abschaffung“ in der Zeit rund um den Ersten und ihrer allmählichen Wiederentdeckung nach dem Zweiten Weltkrieg.
Moderation: Rüdiger Eschmann
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.


Freitag, 03. April 2020, 20.15 Uhr

Rüdiger Eschmann und Christopher Rommel
Die Übertragungsliebe und der Pygmalion-Mythos
In der Übertragungsliebe kristallisieren sich die schönsten und die schlimmsten Beziehungsmuster beider Protagonisten, denn die zwischen ihnen notwendige Asymmetrie provoziert schräge Beziehungsphantasien. So eine schräge Geschichte hat der römische Dichter Ovid erzählt: Der Bildhauer Pygmalion verliebt sich in eine von ihm geschnitzte Elfenbeinstatue. Dieser Stoff hat es in sich, er ist in der Kunst immer wieder aufgegriffen worden. An Hand von Beispielen aus Kunst und Literatur wollen wir eine weitere Diskussion über die Übertragungsliebe anregen.
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

Dienstag, 5. Mai 2020, 20:00 Uhr

Andreas Mayer
The Ambivalent Translator: On Psychoanalysis, Philology, and Translation (E)
Eine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe Psychoanalytische Kulturwissenschaft in Kooperation des BIPP, des kulturwissenschaftlichen Instituts der Humboldt-Universität zu Berlin, der International Psychoanalytic University (IPU) und des ICI Berlin, organisiert von Wilhelm Brüggen (BIPP), Monika Englisch (BIPP) und Andreas Gehrlach (HU Berlin)
Veranstaltungsort: ICI Berlin, Christinenstraße 18-19, 10119 Berlin

Dienstag, 30. Juni 2020, 20:00 Uhr

Andreas Cremonini
Prekäre Verkörperungen: Die Figur des Helden zwischen Exemplarität und Singularität (D)
Eine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe Psychoanalytische Kulturwissenschaft in Kooperation des BIPP, des kulturwissenschaftlichen Instituts der Humboldt-Universität zu Berlin, der International Psychoanalytic University (IPU) und des ICI Berlin, organisiert von Wilhelm Brüggen (BIPP), Monika Englisch (BIPP) und Andreas Gehrlach (HU Berlin)
Veranstaltungsort: ICI Berlin, Christinenstraße 18-19, 10119 Berlin




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