BIPP



Öffentliche Veranstaltungen am BIPP



Das Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse (BIPP) lädt herzlich zu folgenden Veranstaltungen - sofern nicht anders ausgewiesen ist keine Anmeldung erforderlich:





Donnerstag, 20.04.2017 um 18:15 Uhr

Ringvorlesung "Flucht und Verdrängung"
veranstaltet in Kooperation zwischen dem BIPP und dem Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin

Rüdiger Eschmann (BIPP)
"Rechtspopulismus - Zur Psychoanalyse des Postfaktischen"
Aufklärung tut Not über die anthropologische Notwendigkeit von Fremdheit und Gastfreundschaft, von Differenz und Toleranz. Aufklärung tut Not, aber solange sie die Not verdrängt und verleugnet, die der Rechtspopulismus zu beantworten vorgibt, läuft sie ins Leere. Dann wird Aufklärung als ein weiteres Repressionsmanöver der Eliten erlebt und Wissen, Moral und Realitätsprüfung werden ignoriert. Es sind bereitliegende Muster des Unbewussten, die durch sozialökonomische Faktoren zum Leben erweckt und durch rechte Verführer ausgenutzt werden. Psychoanalytische Hypothesen sollen auf aktuelle sozialwissenschaftliche Befunde bezogen werden.
Ort: Georgenstraße 47, 10117 Berlin, Raum 0.07, 18:15 bis 20 Uhr.
Keine Anmeldung erforderlich

Freitag, 21.4.2017 um 20 Uhr

Eckart Leiser
"Der Körper und die Konstruktion der Zeit"
Ein psychoanalytischer Zugang zur Zeit, einer fundamentalen Kategorie der menschlichen Existenz, die sich entwickelt und Störungen erleiden kann: Nach Freud ist Zeit kein Kontinuum, sondern mehr ein Riss im Mensch-Welt-Verhältnis. Dieser Riss hat mit einem vom Subjekt aufzubauenden Rhythmus im "Stoffwechsel" mit der Welt zu tun. Der Aufbau dieses Rhythmus ist eng an den Körper gebunden. An einer Fallgeschichte wird aufgezeigt, wie Störungen dieses Aufbaus sich als gestörtes Zeitgefühl in den Körper einschreiben können.
Moderation: Peter Theiss-Abendroth
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei


Donnerstag, 04.05.2017 um 18:15 Uhr

Ringvorlesung "Flucht und Verdrängung"
veranstaltet in Kooperation zwischen dem BIPP und dem Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin

Inga Anderson (Humboldt-Universität Berlin)
"Trauernde Gemeinschaften?"
Trauerrituale und öffentliche Äußerungen der Trauer können Gemeinschaften stiften und stabilisieren. Die Ausdrucksformen der Trauer, ihre Gesten, ihre Rhetorik und ihre Symbole erweisen sich dabei als reguliert und regulierend. Doch zugleich wird dem Affekt der Trauer ein gemeinschaftssprengendes
Potential zugeschrieben, eine Kraft, die sich den Ein- und Ausschlüssen einer Regierung weder beugen will noch beugen kann. Welche besondere Rolle spielt diese Spannung dort, wo Verluste betrauert werden, die mit Flucht und Migration einhergehen?
Ort: Georgenstraße 47, 10117 Berlin, Raum 0.07, 18:15 bis 20 Uhr.
Keine Anmeldung erforderlich

Samstag, 13.5.2017 von 14-17 Uhr

Viola Altrichter
Besuch im Alten Museum
Wir wollen uns eine Übersicht über die Kunst des antiken wie hellenistischen Griechenlands, der Etrusker sowie der römischen Kaiserzeit verschaffen.
Die Exponate dieser drei Hochkulturen wollen wir vor dem Hintergrund matriarchaler und patriarchaler Machtverschiebungen sowie der damit einhergehenden Bewusstseinsveränderungen miteinander vergleichen. Dabei sollen die sie verbindenden wie unterscheidenden Auffassungen über ihre Götter und Mythen im Zentrum unserer Aufmerksamkeit stehen.
Treffpunkt: Altes Museum, Am Lustgarten, 10178 Berlin, Garderoben-Kassenraum
Zertifizierung beantragt. Kosten: Eintritt ins Museum.

Freitag, 19.05.2017 um 19:00 Uhr

Ringvorlesung "Flucht und Verdrängung"
veranstaltet in Kooperation zwischen dem BIPP und dem Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin

Alain Vanier (Professor an der Université Paris Diderot)
"Actualité des violences/ Zur Aktualität der Gewalten"
Indem er in seiner Antwort auf Einstein Recht mit Gewalt verbindet, kommt Freud, nach Totem und Tabu und der ursprünglichen Mordtat, auf die fundamentale Frage nach dem sozialen Band zurück, auf die Gewalt, die es gleichzeitig begründet und bedroht, sowie auf das, was sie reguliert. Aber was ist die Natur dieser Gewalt? Ist es eine oder sind es mehrere? Wenn nach Freud der Zusammenschluss einer Gruppe immer auf dem Ausschluss einer anderen beruht, die den ganzen Hass polarisiert, wie steht es dann heute, in Zeiten der Globalisierung, wo die Grenzen und Traditionen uns nicht mehr vom Anderen trennen; in diesen Zeiten, wo man sich vermischt, wo sich der wachsende Individualismus paradoxerweise auf einen Körper bezieht, der als ein organisches Material begriffen wird, als Kanonenfutter der modernen Kriege, wo die Unterscheidung von militärischer und ziviler Funktion – sich einer Intuition Walter Benjamins fügend – subvertiert wird?
Abendvortrag im Rahmen des Symposiums "Wie Gewalt heute denken?"
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Centre de recherches psychanalyse, médecine et société (CRPMS) statt.
Ort: Georgenstraße 47, 10117 Berlin, Raum 0.07, 19 bis 21 Uhr.
Keine Anmeldung erforderlich

Freitag, 19.05.2017 - Sonntag, 21.05.2017

Symposium am Institut für Kulturwissenschaft, Berlin, in Kooperation mit dem BIPP, dem CRPMS und dem Psychoanalytischem Kolleg
„Der Einbruch des Anderen - Wie Gewalt heute Denken?“
Das Symposium „Der Einbruch des Anderen - Wie Gewalt heute Denken?“ sucht sich Fragen nach der konstitutiven Bedeutung der Gewalt im Sozialen und in ihrem Verhältnis zum A/anderen zu stellen. Wie lässt sich Gewalt heute in ihren manifesten und latenten Formen denken? Im Erbe welcher Gewalt-Praktiken stehen wir? Was kommt da auf uns zu(rück)?
Verschiedene Positionen aus Psychoanalyse und Kulturwissenschaft kommen in diesem deutsch-/französischem Symposium zu Wort. PROGRAMM & ANMELDUNG
Das Symposium findet statt am Institut für Kulturwissenschaft, Berlin, in Kooperation mit dem BIPP, dem CRPMS und dem Psychoanalytischem Kolleg. Eine Zertifizierung bei der Psychotherapeutenkammer Berlin wird beantragt.
Dank einer Förderung der Humboldt-Universitäts-Gesellschaft ist die Teilnahme kostenlos. Für die Planung, bitten wir jedoch um frühzeitige Anmeldung.
Ansprechpartner und weitere Information: Susanne Hübner

Sonntag, 21.05.2017 um 10 Uhr

Josef Berghold
"Der 'Zuhälter in unserem Kopf' als zentraler Hintergrund zu Rechtspopulismus und Klimaverleugnung"
Zwischen dem rechtspopulistischen Parteienspektrum und den Kräften, die die Klimakatastrophe verleugnen, gibt es psychologisch und historisch tief wurzelnde Übereinstimmungen. Beide nähren sich aus Traditionen einer Korruption des Denkens, die unsere realitätsbezogene und moralische Bodenhaftung gefährdet und im "neoliberalen" Zeitgeist Rückenwind erfährt. John Steiner prägte in Gegenüberstellung zu Freuds Über-Ich als einem "Polizisten im Kopf" das Bild eines für Perversionen typischen "Zuhälters im Kopf". Das soll ein Ausgangspunkt sein für eine Diskussion dieser Zusammenhänge.
Moderation: Rüdiger Eschmann
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.


Donnerstag, 01.06.2017 um 18:15 Uhr

Ringvorlesung "Flucht und Verdrängung"
veranstaltet in Kooperation zwischen dem BIPP und dem Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin

Monika Englisch / Sanja Hodzic
"Der Körper als Vermittler unbewusster Botschaften im transkulturellen Dialog"
Mit dem Körper fühlen wir uns in die Welt ein, er ist vor dem Hintergrund der Dynamik von Flucht- und Migrationsbewegungen wie auch der Hybridisierung unserer Gesellschaften ein sich ständig wandelnder Ort gesammelter Erfahrungen mit dem Selbst, dem Sozialen und dem Kulturellen. Die Einschreibungen der Gesellschaft und Kultur in den Körper gewinnen in unseren Behandlungszimmern zunehmend an Bedeutung – sie warten als "Botschaften des Körpers" darauf, in der Begegnung mit dem Anderen eine Bedeutung zu finden. Wir gehen aus der Perspektive der Theorie und der klinischen Erfahrung im Vortrag der Frage nach, wie sich die kulturelle Dimension der Identität unserer Patienten und unsere eigene in der analytischen Beziehung begegnen. Den unbewussten Botschaften des Körpers kommt in diesem Dialog eine besondere Bedeutung zu.
Ort: Georgenstraße 47, 10117 Berlin, Raum 0.07, 18:15 bis 20 Uhr.
Keine Anmeldung erforderlich

Donnerstag, 15.06.2017 um 18:15 Uhr

Ringvorlesung "Flucht und Verdrängung"
veranstaltet in Kooperation zwischen dem BIPP und dem Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin

Thomas Macho
"Niemandsland, Todesstreifen, Träneninsel: Zur Entstehungsgeschichte der Nicht-Orte zwischen den Grenzen."
Ausgehend von Marc Augés Theorie der Nicht-Orte soll die Geschichte der Übergangszonen zwischen den Staatsgrenzen nachgezeichnet werden. Einerseits wird es dabei um Prozesse der Institutionalisierung (Registrierung, Namensgebung, medizinische Untersuchung, Ausstellung von Dokumenten usw.) gehen, andererseits um die Ausprägung imaginärer Zuschreibungen (des Todes, der Passage, des Unbewussten), die mit psychoanalytischen Theorien und Begriffen kommentiert werden soll.
Ort: Georgenstraße 47, 10117 Berlin, Raum 0.07, 18:15 bis 20 Uhr.
Keine Anmeldung erforderlich

Freitag, 23.6.17 um 20 Uhr

Carola Erhard, Bernd Heimerl, Ángeles Llorca,
Dokumentarfilm: "Die Frau mit den 5 Elefanten" (V. Jendreyko, 2009)
"Meine Lehrerin hat immer gesagt: 'Nase hoch beim Übersetzen'. Das heißt, man übersetzt nicht von links nach rechts, wie eine Raupe kriecht, sondern nachdem man sich den Satz angeeignet hat. Er muss nach innen genommen, ans Herz gelegt werden." (S. Geier). Der preisgekrönte Dokumentarfilm über die Dostojewski-Übersetzerin Swetlana Geier soll unter psychoanalytischen Gesichtspunkten untersucht werden.
Ein gemeinsames Projekt der AG Film und Psychoanalyse
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.

Donnerstag, 29.06.2017 um 18:15 Uhr

Ringvorlesung "Flucht und Verdrängung"
veranstaltet in Kooperation zwischen dem BIPP und dem Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin

Liliana Ruth Feierstein
"'Freud und Marx: wir verzichten auf keinen von beiden!'. Deutschsprachige Psychoanalytiker im lateinamerikanischen Exil"
Ort: Georgenstraße 47, 10117 Berlin, Raum 0.07, 18:15 bis 20 Uhr.
Keine Anmeldung erforderlich

Donnerstag, 06.07.2017 um 20:15 Uhr

Informationsveranstaltung für alle Interessenten an einer Ausbildung am BIPP
Liebe Interessentinnen und Interessenten an einer Aus- und Weiterbildung am BIPP,
am 6. Juli lädt der Vorstand Sie herzlich zur Informationsveranstaltung über die Aus- und Weiterbildung für Ärzte und Diplom-Psychologen in das BIPP, Pariser Str. 44, 10707 Berlin ein.

Donnerstag, 13.07.2017 um 18:15 Uhr

Ringvorlesung "Flucht und Verdrängung"
veranstaltet in Kooperation zwischen dem BIPP und dem Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin

Susanne Lüdemann
„Wessen Krise? Flucht, Verdrängung und das ‚nationale Ding’“
Wenn Xenophobie und Rassismus im Gefolge der sogenannten „Flüchtlingskrise“ mit dem Wiederaufleben eines − im Zeichen Europas für überwindbar gehaltenen − Nationalismus erklärt werden, so kommt das einer Tautologie gleich: Ebensogut kann man den wiederauflebenden Nationalismus durch Xenophobie und Rassismus „erklären“ - und hat damit ebenso wenig gesagt. Unklar bleibt vor allem, wie in den gegenwärtigen Bedrohungsszenarien von „Überfremdung“, „Invasion“ und „rechtsfreien Räumen“ psychische und politische Vorgänge ineinandergreifen − welches psychische, geopolitische oder nationale „Ding“ (S. Žižek) durch die „Flüchtlingskrise“ (die absurderweise nur noch als Krise der Aufnahmeländer wahrgenommen wird) überhaupt bedroht wird. Der Vortrag sucht Antworten in verdrängten historischen Kopplungen von nationalstaatlichen Grenzen und Körpergrenzen.
Ort: Georgenstraße 47, 10117 Berlin, Raum 0.07, 18:15 bis 20 Uhr.
Keine Anmeldung erforderlich

Freitag, 8.9.2017 um 20 Uhr

Susann Heenen-Wolff
"Psychoanalytische Konzepte zu Sexualität und Gender.
Überlegungen zu einer notwendigen Dekonstruktion"

Kritisch beleuchtet wird das Verhältnis von genitaler und polymorpher Sexualität in der psychoanalytischen Sexualtheorie, von 'weiblich' und 'männlich'. Mit Bezug auf die 'Neuen Grundlagen der Psychoanalyse' von Jean Laplanche plädiert die Autorin für eine metapsychologische Neufassung des Verhältnisses von Gender und Sexualität.
Moderation: Angelika Heußer
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.


Freitag, 22.9.2017 um 20 Uhr

Carola Erhard, Bernd Heimerl, Ángeles Llorca
Dokumentarfilm: "Im Keller" (U. Seidl, 2014)
Der österreichische Regisseur Ulrich Seidl porträtiert in seinem Dokumentarfilm Menschen in der Intimität ihres Kellers. Diese öffnen ihre Türen und zeigen sich vor der Kamera mit ihren unterschiedlichen Leidenschaften, Geheimnissen, Spielen... Das Ergebnis ist ein erstaunliches Hin und Her zwischen Sich-Verstecken und Sich-Zeigen, zwischen Spaltung und Exhibition, mit dem wir uns aus psychoanalytischer Sicht auseinandersetzen möchten.
Ein gemeinsames Projekt der AG Film und Psychoanalyse
Zertifizierung beantragt. Kostenfrei.


Freitag, 8.12.2017

Carola Erhard, Bernd Heimerl, Ángeles Llorca
Dokumentarfilm: "Die Wohnung" (A. Goldfinger, 2011)





Donnerstag, NN um 20:15 Uhr

Informationsveranstaltung für alle Interessenten an einer Ausbildung am BIPP
Liebe Interessenten der Aus- und Weiterbildung am BIPP,
der Vorstand des BIPP lädt regelmäßig zu Informationsveranstaltungen über die Aus- und Weiterbildung für Ärzte und Diplom-Psychologen in das BIPP, Pariser Str. 44, 10707 Berlin ein.



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